Wie jedes Jahr im Sommer, so standen
auch in diesem Jahr einige Hochzeiten von Mitschülern an, zu denen
ich eingeladen war.
Die erste fand bereits im Juli statt
und ich hatte die Ehre gemeinsam mit 2 Freundinnen für das
Abendprogramm zuständig zu sein. Wie sich herausstellte war diese
Aufgabe anspruchsvoller, als ich es mir vorgestellt hatte, denn was
macht man, wenn das Brautpaar am liebsten keine Spiele haben möchte?
So überlegten wir hin und her und
während wir den armen Bräutigam mit Fragen nach seiner Schuhgröße,
der Quadratmeterzahl der Wohnung und dem Bekanntheitsgrad des
Ententanzes schwer überlegen ließen, ob wir wohl wirklich die
richtigen Personen für diesen Aufgabenpunkt seinen, reifte ein
genialer Plan heran.
Viele von euch kennen sicherlich die
Sendung „Schlag den Raab“, in der Stefan Raab gegen einen
Herausforderer antritt und beide die unmöglichsten Aufgaben
bewältigen müssen, dafür Punkte kassieren und am Ende entweder der
Herausforderer VIEL Geld gewinnt oder der Geldbetrag noch weiter
ansteigt – für die nächste Sendung. Da die Aufgaben, je weiter
die Sendung fortschreitet immer einen Gewinnpunkt mehr einbringen
(Aufgabe 1 = 1 Punkt, Aufgabe 2 = 2 Punkte, …, Aufgabe 9 = 9
Punkte) bleibt der Ausgang bis zum letzten Moment spannend.
Auf jeden Fall haben wir mit dem
Abendprogramm „Schlag das Brautpaar“ für jeden etwas dabei
gehabt. Die Gäste spielten gegen das Brautpaar und in den
verschiedenen Spielen gab es immer jemanden, der sich auskannte –
natürlich waren alle Aufgaben auf das Brautpaar zugeschnitten.
So mussten Wörter in Fremdsprachen
erraten, Buchstabensalate entwirrt, Begriffe beim Tanzen umschrieben,
Luftballons durch Draufsitzen zum Platzen gebracht werden und noch
viel mehr.
Der Verlierer musste für den Gewinner
dann den „Ententanz“ vortanzen – da die Gäste verloren habe,
wurde das Ganze eine ziemlich große Sache und ein SEHR lustiger
Anblick.
Zum weiteren Zeitvertreib des Abends
wurde noch ein Bild von allen Hochzeitsgästen gemeinsam gestaltet
und witzige Fotos fürs Gästebuch gemacht.
Die nächste Hochzeit im August hatte
wiederum ihre ganz eigene Note. Hier durfte ich auch bereits auf dem
Standesamt mit dabei sein.
Bei der Trauung hatte ich dann – auf
Wunsch der Braut, der man an ihrer Hochzeit ja keinen Wunsch
abschlagen darf – die ehrenvolle Aufgabe Blumenmädchen zu spielen,
was in den Reihen der Gottesdienstbesucher doch zu ein wenig
Gelächter geführt hat =).
Am Abend war ich dann wieder am
Programm beteiligt, habe ein Anspiel mitaufgeführt, Spiele
veranstaltet, Fotos fürs Gästebuch gemacht und die Bildmalerei
betreut. Auch hier war ich zum Glück mit zwei anderen Freundinnen
zusammen dafür verantwortlich, sodass ich diese ausgesprochen
entspannte Hochzeit auch sehr genießen konnte.
Die letzte Hochzeit, auf der ich im
September war, durfte ich komplett als Gast genießen, jedoch aus der
Perspektive am Brauttisch zu sitzen – das kommt davon, wenn man zu
viel mit den Trauzeugen zu tun hat =). Zuerst war es wirklich ein
sehr merkwürdiges Gefühl, aber da ich jederzeit auch an den Tisch
meiner Freunde wechseln konnte und man beim Tanzen oder
Gästebuchbearbeiten ja sowieso nicht an seinem Platz war, ließ sich
das Ganze auch aushalten.
Zur Fotoerklärung: Die Fotos fürs Gästbuch wurden jeweils mit Verkleidung gemacht - ich bin nicht in diesem Aufzug auf der Hochzeit erschienen =)



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